Wortverhaftet Seelenlos Wortlos
Lichter in der Dunkelheit, weit entfernt.
Dunkle Wolken ziehen, drohend, vorbei.
Bunte Punkte, springen, zuckend und schnell,
welch Treiben! Ach Mond, verzeih´
ich rufe dich zu später Stunde,
frage dich nach Antwort auf die Fragen,
die mein Herz trägt in tiefer Wunde,
die mich quälen! Soll ich wagen
nachzusehen, wofür diese Makel stehen?
Schau das bunte Lichtermeer,
fliegen, sausen allesamt,
zwischen Mond und mir umher.
Doch auch der Mond schaut traurig,
ist mein eignes Spiegelbild.
Und die Antwort kommt von oben
Und ist so still wie die von mir.
Dunkle Schatten ziehen schaurig,
bilden um den Mond ein Schild
und so verhüllt auch langsam droben,
was auch mir im Dunkeln liegt.
Antworten auf leere Fragen,
könnt ich abertausende von sagen,
doch ins rechte Licht,
will´s nicht.
18.11.10 01:19
 


Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Serendipity / Website (29.11.10 21:49)
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkeln unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Intrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied...

(Rainer Maria Rilke)

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen